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Bedienungsanleitung SABINE SDA102

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Handbuch Zusammenfassung: Gebrauchsanweisung SABINE SDA102

Detaillierte Anleitungen zur Benutzung finden Sie in der Bedienungsanleitung.

SABINE Adaptive Audio Deutsche Bedienungsanleitung SDA-102 Instant Delay Inhaltsverzeichnis Abschnitt 1: Bedienelemente des SDA-102 Abschnitt 2: Die Vorteile eines Digital Delays Abschnitt 3: Drei Anwendungen für Digital Delays Abschnitt 4: Bedienungsanleitung Achtung: Weitere Informationen (z.B. über technische Daten, AnschlußkabelBelegungen, Garantie-Informationen, etc) sowie einige Bilder und Zeichnungen zum Symetrix 562E finden Sie in der englischen Originalanleitung ! 2 Abschnitt 1: Bedienelemente des SDA-201 Frontseite des SDA-102: 1. PWR-Schalter: Zum Ein- und Ausschalten des Gerätes. Nach dem Einschalten leuchtet das Display. 2. Bypass-Schalter: Im ,,Active"-Modus verzögert das Gerät das Eingangssignal. Wenn der Schalter gedrückt wird, befindet sich das Gerät im Bypass Modus. Wenn das SDA-102 ausgeschaltet wird, werden Audio Signale nur dann durchgeschliffen, wenn das Gerät auf Bypass steht. 3. CLIP LED: Diese LED leuchtet, wenn der Eingangspegel 6 dB unter dem ClipPegel liegt. Stellen Sie das LEVEL IN so ein, daß die LED nur kurzzeitig bei Signalspitzen aufleuchtet. Ein zu hoher Pegel bringt Verzerrungen, bei einem zu niedrigen Pegel wird der Rauschanteil größer. 4. SIGNAL LED: Diese LED leuchtet, wenn das Eingangssignal über ­30 dB vom Clip-Pegel liegt. 5. LEVEL IN Regler: Mit einem kleinen Schlitzschraubendreher können Die den Eingangspegel erhöhen oder absenken. 6. LEVEL OUT A/B Regler: Die Ausgangspegel können für beide Kanäle getrennt eingestellt werden (mit einem kleinen Schlitzschraubendreher). Sie können den Pegel von 0-100% regeln, max. +26 dBV an 600 Ohm, +29 dBV peak. 7. A/B Wahlschalter und LEDs: Mit diesem Knopf können Sie die Delay Zeiten für beide Kanäle getrennt einstellen. Wählen Sie durch Drücken des Knopfes einen Kanal (die entsprechende LED wird leuchten) und stellen Sie mit den Pfeiltasten anschließend die Delay Zeit ein. 8. Pfeiltasten: Mit den Pfeiltasten könne Sie die Delay Zeiten für die Kanäle einstellen (in ms). 9. Display: Das vierstellige Display zeigt die Delay Zeit in Millisekunden an. Rückseite des SDA-102: 1. FRONT PANEL LOCK OUT Schalter: Hierbei handelt es sich um den unmarkierten Schalter oben rechts auf der Rückseite des SDA-102. Wenn der Schalter in der oberen Position ist (Werkseinstellung), kann man Einstellungen am SDA-102 vornehmen. In der unteren Position sind alle Regler gesperrt, so daß die Delayzeit nicht verändert werden kann. 2. 12 VDC-Adapter: Das externe Netzteil des SDA-102 befindet sich im Lieferumfang. Bei Schäden, die durch den Anschluß eines anderen Netzteils entstehen, können keine Garantieansprüche geltend gemacht werden! 3. EIN/AUSGÄNGE: Die Anschlüsse des SDA-102 werden als dreipolige Schraubklemmensteckverbinder ausgeführt. Die Zahlen 1,2 und 3 über den einzelnen Pins bedeuten 3 = -, 2 = + und 1 = Masse. 3 Abschnitt 2: Die Vorteile eines Digital Delays: Synchronisation von Lautsprechern, Eliminierung von Kammfiltern, Ausrichtung des akustischen Bildes Warum überhaupt ein Digital Delay ? Der klarste Klang überhaupt entsteht, wenn sich zwei Menschen gegenüberstehen und anreden. Der Sound ist laut und trocken, und die Richtung des Klangs stimmt mit der Richtung des ,,Lautsprechers" überein. Das klanglich gesehen klarste Sound System ist dasjenige, welches der Simulation der o.g. Situation am nächsten ist. Wenn Sie dies erreichen möchten, werden Sie ein Digital Delay benötigen. Es gibt drei prädestinierte Anwendungen für Digital Delays. Die erste ­ und zugleich wichtigste ­ ist die Synchronisation von Lautsprechern zur Vermeidung von übermäßigem Nachhall und Echos. Die Zweite die Eliminierung von Kammfiltereffekten und schließlich sind Digital Delays nützlich zur Ausrichtung des gesamten Klangbildes, so daß der Klang eher vom der Bühne direkt, als von den Lautsprechern zu kommen scheint. Synchronisation von Lautsprechern Die Schallgeschwindigkeit beträgt ca. 343 m/s oder 34cm pro Millisekunde. Elektronische Signale dagegen ,,reisen" etwa eine Million mal schneller durch die gesamte Anlage bis zu den Lautsprechern. Das Hauptziel bei Einsatz eines Digital Delays ist es nun, viele verschieden positionierte Lautsprecher so zu synchronisieren, daß der Klang das Ohr des Zuhörers in etwa zur selben Zeit erreicht. Wie synchronisiert man die Lautsprecher ? Es gibt verschiedene leistungsfähige Geräte, um zu messen, wie lange ein Lautsprechersignal benötigt, einen bestimmten Punkt im Raum zu erreichen. Die Meisten sind allerdings sehr kompliziert und eher teuer. Glücklicherweise sind günstigere Geräte für die meisten Anwendungen absolut ausreichend. In den 30er Jahren synchronisierten Toningeneure die Lautsprecher für Höhen und Bässe in Filmtheatern, indem Sie einen scharfen Klick auf die Anlage gaben. Dann schoben sie die Boxen solange hin und her, bis sie nur noch einen Klick aus beiden Lautsprechern hörten. Sie können die gleiche Methode mit einem einfachen Kinderspielzeug, dem sog. Klicker nachahmen. Wenn Sie die dünnen Metallstreifen drücken, gibt es einen lauten ,,Klick". Ein Klicker ist besonders dann sehr nützlich, wenn Sie den direkten Bühnensound mit dem Klang der Lautsprecher synchronisieren wollen. Alternativ können Sie einen sog. Phasenprüfer speziell für die Synchronisation zweier Lautsprecher (entweder LF und HF oder zwei Fullrange Systeme) benutzen, da die meisten Geräte dieser Art einen Klick-Generator und ­Empfänger eingebaut haben. Phasenprüfer sind vergleichsweise günstig und besitzen neben der o.G. noch andere Funktionen. 4 Processing- (oder Group-) Delays. Bei der Signal-Wandlung von digital zu analog und umgekehrt wird das Signal jedesmal ganz leicht verzögert. Die WandlungsVerzögerungen werden häufig Processing- (oder Group-) Delays genannt und bewegen sich gewöhnlich in einer Zeitspanne von 0,9 ­ 5,0ms. Sie werden sehen, daß SABINE Delays das Processing- Delay immer als kleinstmöglichen Delay-Wert angeben. Das Processing­Delay des SDA-102 liegt bei 1,38 ms. Sie können das Gerät Bypass schalten, um ein Processing-Delay von 0 ms zu erhalten. Nicht alle Hersteller geben die Processing-Delays in den technischen Daten ihrer Geräte an, aber sie müssen bei der Synchronisation des Systems berücksichtigt werden. Kontrollieren Sie, daß alle digitalen Geräte eingeschaltet sind und nicht auf Bypass stehen, während Sie synchronisieren. Weiterhin achten sie auf eine passende Einstellung des Delays, wenn sie später anderes digitales Equipment in Ihr System einfügen möchten. Center Cluster Lautsprecher. Center Cluster Lautsprecher haben gegenüber seitlich positionierten Boxen verschiedene Vorteile. Der Offensichtlichste ist der, daß die Distanz zum nächsten und zum weitesten Punkt in der Audienz häufig fast gleich ist, so daß die meisten Zuhörer eine ähnliche Lautstärke hören. Center Cluster bieten zwei weitere Vorteile hinsichtlich des Sichtfeldes: Studien haben bewiesen, daß Menschen selbst kleine horizontale Richtungsänderungen einer Klangquelle eher bemerken, als vertikale. Das bedeutet, daß der Klang von Center Clusters wesentlich besser mit dem Geschehen auf der Bühne in Verbindung gebracht werden kann, als der aus seitlich plazierten Boxen. Alle, die sich näher an der Bühne, als am Center Cluster befinden, hören zuerst den direkten Bühnensound, dann den Klang der Lautsprecher. So scheint der Klang wirklich von dort zu kommen und nicht aus den Boxen. (Siehe den Präzedenz-Effekt weiter unten) Kammfiltereffekt. Einige, die in der Schule Physik hatten, können sich eventuell an die Versuche mit den Wellen im Wassertank erinnern, die an zwei verschiedenen Stellen Ihren Ursprung haben. An manchen Stellen, wo Wellenkamm und ­tal synchron laufen, werden zwei kleine Wellen zu einer Größeren. An den Stellen, wo ein Wellental auf einen Wellenkamm trifft, wird dieser ausgelöscht. Ein ähnlicher Effekt entsteht in einem Sound System, wenn ein verzögertes Signal wieder auf das Originalsignal trifft. Diese Interferenz-Muster nennt man Kammfilter, weil das Schaubild der Frequenzkurve den Zinken eines Kamms ähnlich sieht (siehe Fig. 1 und 2). Es gibt einige immer wiederkehrende Situationen, die Kammfiltereffekte verursachen. Wenn z.B. ein Signal durch zwei Lautsprecher übertragen wird und der weiter Entfernte 5 mit dem näher Plazierten interferiert. Kammfiltereffekte entstehen auch dann, wenn eine Schallquelle mit zwei Mikrofonen abgenommen wird und eines näher als das andere positioniert ist. Es können sogar Kammfiltereffekte beim Zusammenmixen von Effektsounds mit dem trockenen Originalsignal über einen Effektweg im Mischpult entstehen. siehe zur Erklärung Fig. 1 und Fig. 2 in der engl. Originalanleitung. Errechnen der Kammfilter-Frequenzen Die Frequenzen, bei denen Anhebungen und Auslöschungen entstehen, hängen von der Delay Zeit ab (die Zeitdifferenz zwischen der Ankunft des Original- und des verzögerten Signals). Die Frequenz der ersten Auslöschung ist bei 1/2t Hz, wobei t = Delay Zeit in Sekunden. Die Auslöschungen sind getrennt durch 1/t Hz. Fig. 3 zeigt, wie sich die Kammfilter in Abhängigkeit der Delay Zeit verändert. siehe zur Erklärung Fig. 3 in der engl. Originalanleitung. Kammfilter Amplitude Wenn Original- und verzögertes Signal die gleiche Amplitude haben, vergrößert sich die Lautstärke in der Amplitude um 6 dB, während sich die gegenphasigen Frequenzen komplett auslöschen. Kammfiltereffekte bringen eine Menge Probleme mit sich. Die Frequenzen, die verstärkt werden, neigen dazu, Feedbacks zu erzeugen, während gegenphasige Auslöschungen den Klang dünn und ,,zermixt" scheinen lassen. Machen Sie dieses kleine Experiment, um zu hören, wie Kammfilter Ihren Sound verändern: siehe zur Erklärung Fig. 4 in der engl. Originalanleitung. Stellen Sie zwei identische Fullrange-Boxen übereinander (siehe Fig. 4). Richten Sie die HF-Lautsprecher sorgfältig aus und verkabeln Sie die Boxen mono. Stellen Sie sich vor die Anlage und spielen Sie Ihre Lieblings-CD. Bitte Sie einen Bekannten oder Freund den oberen Lautsprecher langsam nach hinten zu schieben. Sie werden eine deutliche Klangverschlechterung hören, die durch Kammfilter hervorgerufen wird. Dramatische Ausmaße nimmt dieses Experiment an, wenn Sie hochwertige Lautsprecher verwenden. Korrigieren der Kammfilter Kammfiltereffekte sind in einem Live-Sound System bis zu einem gewissen Maß unvermeidlich. Sie können nicht durch Equalization korrigiert werden. Glücklicherweise können die meisten Kammfilter auf ein Minimum reduziert werden, indem die Lautsprecher synchronisiert werden und die Amplitude des verzögerten 6 Signals reduziert wird. Die untenstehenden Beispiele zeigen einige praktische Anwendungen. Der Präzedenz-Effekt: Ausrichten des akustischen Bildes Helmut Haas veröffentlichte 1951 eine Studie über eine Reihe von Experimenten, wie Menschen verzögerte Signale und Echos wahrnehmen. Bei seinen Versuchen wurde ein Zuhörer zwischen zwei Lautsprechern im Abstand von drei Metern positioniert. Einer war 45° rechts, der andere 45° links von ihm plaziert. Wenn nun über beide Lautsprecher das selbe Signal gespielt wurde, lag das akustische Bild (also die Richtung aus der der Klang zu kommen scheint) in der Mitte der beiden Boxen. Als Haas das Signal eines Lautsprechers um 5-35 ms verzögerte, verschob sich das akustische Bild in Richtung der zuerst klingenden Box. Der zweite Lautsprecher beeinflußte nicht die Richtungsempfindung des Zuhörers, schien jedoch den Klang lauter und ,,voller" zu machen. Haas bewies, das die Lautstärke des verzögerten Signals um 8-10 dB (das doppelte der empfundenen Lautstärke) angehoben werden muß, um das akustische Bild wieder in das Zentrum der beiden Lautsprecher zu rücken. Eine weitere Erhöhung der Lautstärke, oder eine Verzögerung >35 ms, läßt den verzögerten Klang als Echo erscheinen. Das Phänomen, welches beschreibt, wie das akustische Bild dem zuerst gehörten Signal folgt, nennt man Präzedenz-Effekt. Die Erscheinung, daß man zwei um maximal 35 ms getrennte Signale als eines empfindet, heißt Haas-Effekt. In der Audio-Branche werden diese Begriffe allerdings häufig vertauscht. Abschnitt 3: Drei Anwendungen für Digital Delays Anwendung 1: Lausprecher unter einem Balkon siehe zur Erklärung Fig. 5 in der engl. Originalanleitung. Fig. 5 zeigt eine typische Situation, in der der Bühnensound über einen Center Cluster verstärkt wird, der über der Bühne hängt. Nahezu jeder Zuhörer kann sich über einen guten Klang freuen, abgesehen von denen im Schatten des Balkons. Um diesen ebenfalls zu beschallen, nutzen wir zusätzliche Lautsprecher, die unter dem Balkon positioniert werden. Jetzt haben wir dort eine ausreichende Lautstärke, jedoch erreichen die Klänge der beiden Lautsprecherreihen den Zuhörer um ca. 55-69 ms versetzt. Die beiden Signale (und deren Echos) ergeben eine absolut unverständliche Kakophon ...

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